34a Karteikarten online lernen
Karteikarten zu allen 7 Sachgebieten mit Wiederholungssystem: Was du sicher weißt, kommt seltener – was hakt, kommt öfter.
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- Wer braucht eine Erlaubnis nach § 34a Abs. 1 GewO?
- Wer gewerbsmäßig – selbstständig, auf Dauer, mit Gewinnerzielungsabsicht – Leben oder Eigentum fremder Personen bewacht, auch als Ein-Personen-Betrieb oder Subunternehmer.
- Welche vier Versagungsgründe nennt § 34a Abs. 1 Satz 3 GewO?
- Fehlende Zuverlässigkeit, ungeordnete Vermögensverhältnisse, keine bestandene Sachkundeprüfung, kein Nachweis einer Haftpflichtversicherung.
- Welche Rechte haben Wachpersonen nach § 34a Abs. 5 GewO gegenüber Dritten?
- Jedermannsrechte (Notwehr, Notstand, Selbsthilfe), vom Auftraggeber vertraglich übertragene Selbsthilferechte und ggf. gesetzlich übertragene Befugnisse – stets unter Beachtung der Erforderlichkeit.
- Wann ist eine Maßnahme erforderlich?
- Wenn kein milderes Mittel zur Verfügung steht, das den Zweck gleich wirksam erreicht.
- Was bedeutet Gewaltmonopol des Staates?
- Zwang zur Durchsetzung des Rechts ist grundsätzlich dem Staat vorbehalten; Private dürfen nur in gesetzlich erlaubten Ausnahmefällen (Jedermannsrechte) Gewalt anwenden.
- Was steht in Art. 1 Abs. 1 GG?
- Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
- Welche beiden Hauptaufgaben hat die Polizei?
- Gefahrenabwehr (präventiv, Polizei- und Ordnungsgesetze) und Strafverfolgung (repressiv, StPO).
- Für welche fünf Tätigkeiten verlangt § 34a Abs. 1a GewO die Sachkundeprüfung?
- Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, Schutz vor Ladendieben, Disko-Einlass, Leitung bei Flüchtlingsunterkünften, Leitung bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen.
- Wie lange dauert die IHK-Unterrichtung mindestens?
- 40 Unterrichtsstunden; sie endet ohne Prüfung mit einer Bescheinigung.
- Was ist das Bewacherregister?
- Bundesweites Register nach § 11b GewO, in dem Bewachungsunternehmen und Wachpersonen mit Qualifikation und Zuverlässigkeitsprüfung erfasst werden.
- Was sind personenbezogene Daten?
- Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen (Art. 4 Nr. 1 DSGVO).
- Was bedeutet „Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“?
- Jede Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur zulässig, wenn eine Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 DSGVO) sie erlaubt.
- Nenne die Grundsätze des Art. 5 DSGVO.
- Rechtmäßigkeit/Treu und Glauben/Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung, Integrität und Vertraulichkeit; dazu Rechenschaftspflicht.
- Datenminimierung
- Es werden nur so viele Daten erhoben und verarbeitet, wie für den Zweck erforderlich sind (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO).
- Zweckbindung
- Daten nur für festgelegte, eindeutige, legitime Zwecke erheben und nicht für unvereinbare Zwecke weiterverarbeiten (Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO).
- Was muss ein Hinweisschild zur Videoüberwachung erkennbar machen (§ 4 Abs. 2 BDSG)?
- Den Umstand der Beobachtung sowie Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen – frühestmöglich, also vor dem Bereich.
- Wie schnell muss der Verantwortliche eine Datenpanne der Aufsichtsbehörde melden?
- Unverzüglich, möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden (Art. 33 DSGVO), außer es besteht voraussichtlich kein Risiko.
- Fall: Besucherliste verschwunden – dein erster Schritt?
- Sofort dem Vorgesetzten bzw. nach interner Regel dem Datenschutzbeauftragten melden.
- Innerhalb welcher Frist ist ein Auskunftsersuchen zu beantworten?
- Unverzüglich, spätestens innerhalb eines Monats; Verlängerung um zwei weitere Monate bei Komplexität möglich (Art. 12 Abs. 3 DSGVO).
- Darfst du Personalausweise als Pfand einbehalten?
- Nein. Vom Inhaber darf nicht verlangt werden, den Ausweis zu hinterlegen oder den Gewahrsam aufzugeben (§ 1 Abs. 1 PAuswG).
- Unterschied zwischen Besitz und Eigentum?
- Besitz ist die tatsächliche Gewalt über eine Sache (§ 854 BGB), Eigentum die rechtliche Herrschaft (§ 903 BGB). Beides kann auseinanderfallen, etwa bei Miete, Leihe oder Diebstahl.
- Was ist ein Besitzdiener?
- Wer die tatsächliche Gewalt für einen anderen in dessen Erwerbsgeschäft o. Ä. weisungsgebunden ausübt; Besitzer ist nur der Besitzherr (§ 855 BGB). Typisch: Wachpersonen.
- Was ist verbotene Eigenmacht?
- Entziehung oder Störung des Besitzes ohne Willen des Besitzers, ohne dass das Gesetz es erlaubt (§ 858 BGB). Auf das Eigentum kommt es nicht an.
- Besitzwehr – was ist das?
- Abwehr einer noch andauernden verbotenen Eigenmacht mit Gewalt (§ 859 Abs. 1 BGB), z. B. Festhalten des Fahrrads, das ein Unbefugter gerade wegschiebt.
- Besitzkehr bei beweglichen Sachen – Voraussetzung?
- Der Täter muss auf frischer Tat betroffen oder unmittelbar verfolgt werden; dann darf ihm die Sache mit Gewalt wieder abgenommen werden (§ 859 Abs. 2 BGB).
- Voraussetzungen der Notwehr nach § 227 BGB?
- Gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff auf sich oder einen anderen; erforderliche Verteidigung (mildestes sicheres Mittel); Gebotenheit und Verteidigungswille.
- Woraus folgt das Hausrecht?
- Aus dem Eigentum (§ 903 BGB) mit Abwehranspruch (§ 1004 BGB) und aus dem Besitzschutz (§§ 858 ff. BGB).
- Hat der Sicherheitsdienst ein eigenes Hausrecht?
- Nein. Er übt das Hausrecht des Inhabers nur aus, soweit es ihm vertraglich bzw. per Dienstanweisung übertragen wurde.
- Welcher Vertragstyp ist der Bewachungsvertrag in der Regel?
- Ein Dienstvertrag (§ 611 BGB): geschuldet sind sorgfältige Bewachungsleistungen, nicht der Erfolg, dass nie ein Schaden entsteht.
- Welche Pflichten hat der Finder einer verlorenen Sache?
- Unverzüglich anzeigen (§ 965 BGB) und die Sache verwahren (§ 966 BGB); auf Anordnung bei der Behörde abliefern (§ 967 BGB).
- In welcher Reihenfolge wird die Strafbarkeit geprüft?
- Tatbestandsmäßigkeit – Rechtswidrigkeit – Schuld. Fehlt eine Stufe, ist die Handlung nicht strafbar.
- Was setzt Notwehr nach § 32 StGB voraus?
- Gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff; erforderliche und gebotene Verteidigung; Verteidigungswille. Die Abwehr richtet sich nur gegen den Angreifer.
- Wann ist ein Angriff gegenwärtig?
- Wenn er unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch andauert. Nach Ende, Aufgabe oder Flucht des Angreifers besteht keine Notwehrlage mehr.
- Unter welchen Voraussetzungen darf jedermann nach § 127 Abs. 1 StPO festnehmen?
- Täter auf frischer Tat betroffen oder verfolgt und zusätzlich fluchtverdächtig oder Identität nicht sofort feststellbar.
- Was unterscheidet Verbrechen und Vergehen (§ 12 StGB)?
- Verbrechen: Mindeststrafe ein Jahr Freiheitsstrafe oder mehr. Vergehen: geringere Mindeststrafe oder Geldstrafe. Maßgeblich ist das Mindestmaß.
- Welche Merkmale hat der Diebstahl (§ 242 StGB)?
- Wegnahme einer fremden beweglichen Sache in der Absicht, sie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Versuch ist strafbar.
- Wann begeht ein Besucher Hausfriedensbruch (§ 123 StGB)?
- Bei widerrechtlichem Eindringen oder wenn er trotz Aufforderung des Berechtigten bzw. seiner Wachperson unbefugt verweilt. Verfolgung nur auf Antrag.
- Waffenbesitzkarte oder Waffenschein – was erlaubt was?
- Waffenbesitzkarte: Erwerb und Besitz. Waffenschein: Führen, also tatsächliche Gewalt außerhalb von Wohnung, Geschäftsräumen und befriedetem Besitztum.
- Wie lang ist die Strafantragsfrist und wann beginnt sie?
- Drei Monate ab Ablauf des Tages, an dem der Berechtigte von Tat und Person des Täters Kenntnis erlangt (§ 77b StGB).
- Notwehr oder Notstand: Was ist der Kernunterschied?
- Notwehr wehrt einen menschlichen, rechtswidrigen Angriff ab, ohne Güterabwägung. Notstand wendet sonstige Gefahren ab und verlangt eine Interessenabwägung.
- Wie oft müssen Versicherte nach DGUV Vorschrift 1 unterwiesen werden?
- Vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Veränderungen und danach mindestens einmal jährlich; die Unterweisung wird dokumentiert.
- Wer erstellt nach DGUV Vorschrift 23 die Dienstanweisungen?
- Der Unternehmer. Die Wachpersonen müssen sie befolgen.
- Was muss vor dem ersten Einsatz in einem neuen Objekt erfolgen?
- Einweisung in das Objekt und seine besonderen Gefahren; die Wachperson muss die objektbezogene Dienstanweisung kennen.
- Wer trägt die Kosten für vorgeschriebene PSA?
- Der Arbeitgeber. Kosten für Arbeitsschutzmaßnahmen dürfen nicht den Beschäftigten auferlegt werden (§ 3 Abs. 3 ArbSchG).
- Rangfolge der Schutzmaßnahmen (STOP)?
- Substitution – technische – organisatorische – persönliche Maßnahmen. PSA ist nachrangig (§ 4 ArbSchG).
- Wie sieht ein Gebotszeichen aus?
- Rund, blauer Grund, weißes Symbol – z. B. „Fußschutz benutzen“.
- Wie sieht ein Rettungszeichen aus?
- Rechteckig oder quadratisch, grüner Grund, weißes Symbol – z. B. Notausgang, Erste Hilfe, Sammelstelle.
- Reihenfolge der Rettungskette?
- Sofortmaßnahmen (Absichern, Eigenschutz) – Notruf – Erste Hilfe – Rettungsdienst – Krankenhaus.
- Bewusstlose Person atmet normal. Was tun?
- Stabile Seitenlage, Notruf 112, Atmung fortlaufend kontrollieren; bei Atemstillstand sofort Wiederbelebung.
- Wer ist für die Gefährdungsbeurteilung verantwortlich?
- Der Arbeitgeber (§ 5 ArbSchG); Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt unterstützen ihn.
- Grundregel bei einer Amoklage?
- Flüchten – Verstecken – Alarmieren (110); keine Konfrontation mit dem Täter, Eigenschutz geht vor.
- Verhalten bei einem verdächtigen Gegenstand?
- Nicht berühren, bewegen, öffnen oder abdecken; Bereich räumen und absperren, kein Funk/Handy in der Nähe, aus sicherer Entfernung melden.
- Unterschied Meldung – Bericht?
- Meldung: kurze, sofortige Information an Leitstelle/Einsatzleitung. Bericht: ausführliche schriftliche Darstellung nach dem Ereignis.
- Welche W-Fragen gehören in einen Ereignisbericht?
- Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Womit? Warum (falls bekannt)? Welche Folgen und Maßnahmen? Wer wurde informiert?
- Die vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun?
- Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis, Appell.
- Wie korrigierst du einen Fehler im Wachbuch?
- Einmal lesbar durchstreichen, richtige Angabe daneben schreiben, abzeichnen. Nie radieren, überkleben oder Seiten entfernen.
- Drei Grundregeln der Deeskalation?
- Ruhig und langsam sprechen, ausreichend Abstand halten, dem Gegenüber einen Ausweg ohne Gesichtsverlust lassen.
- Welche Merkmale schützt § 1 AGG?
- Rasse/ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität.
- Was ist bei Funk zu beachten, weil er nicht abhörsicher ist?
- Keine Alarmcodes, Passwörter oder unnötigen personenbezogenen Daten durchgeben; kurz, klar, mit Rufnamen (Datenminimierung, Art. 5 DSGVO).
- Telefonische Bombendrohung: Was tust du?
- Ruhig bleiben, Anrufer im Gespräch halten, Checkliste nutzen, nach Ort, Zeit, Art fragen, Stimme/Geräusche notieren, sofort Polizei und Verantwortliche informieren.
- Die fünf Brandklassen nach DIN EN 2?
- A feste Stoffe, B Flüssigkeiten, C Gase, D Metalle, F Speiseöle und -fette.
- Warum darf ein Fettbrand nie mit Wasser gelöscht werden?
- Wasser verdampft schlagartig und schleudert brennendes Fett heraus (Fettexplosion). Fettbrandlöscher Klasse F verwenden.
- Mechanisch, elektronisch, organisatorisch – Aufgabe jeder Gruppe?
- Mechanik verzögert, Elektronik erkennt und meldet, Organisation sorgt für die richtige Reaktion.
- Was ist Zwangsläufigkeit bei einer EMA?
- Scharfschalten nur möglich, wenn alle Melder in Ruhe und das Objekt ordnungsgemäß verschlossen ist.
- Darf eine Brandschutztür verkeilt werden?
- Nein. Offenhalten nur mit zugelassener Feststellanlage, die im Brandfall automatisch schließt.
- Fehlalarm der BMA, Feuerwehr unterwegs – was tust du?
- Feuerwehr am Zugang erwarten und einweisen, Anlage nicht selbst zurückstellen, alles dokumentieren, Auftraggeber informieren.
- Was gehört ins Schlüsselbuch?
- Schlüsselnummer/Code, Name des Empfängers, Datum und Uhrzeit von Ausgabe und Rückgabe, Unterschriften.
- Warum Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten und auf wechselnden Wegen?
- Damit Täter den Ablauf nicht beobachten und vorhersagen können – alle Kontrollpunkte bleiben Pflicht.
- Die drei Merkmalsarten der Zutrittskontrolle?
- Wissen (PIN), Besitz (Karte, Transponder), Biometrie (Fingerabdruck, Gesicht).
- Hauptaufgabe einer Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)?
- Alarm- und Störungsmeldungen rund um die Uhr annehmen, bewerten und nach vereinbartem Maßnahmenplan reagieren.